Unsere Pädagogischen Grundsätze


Die Pädagogik der Privatschule Morgentau beruht auf den Erkenntnissen berühmter Pädagogen, wie zum Beispiel Montessori oder Steiner.


Das Beste vom Bewährten:


Pestalozzis Grundsatz von „Kopf, Herz und Hand“ zeigt auf, dass verschiedene Aspekte in der Entwicklung eines Kindes wichtig sind. Neben den intellektuellen Fähigkeiten wird deshalb die musische Begabung in verschiedenen Projekten gefördert. Im Gegensatz zur öffentlichen Schule werden Handarbeitsstunden nicht gestrichen, sondern ausgebaut. Maria Montessoris Leitspruch „Hilf mir, es selbst zu tun“ ist bei der ganzen Gestaltung des Unterrichts wichtig. Sie hat auch erkannt, dass die sprachliche und mathematische Entwicklung nicht unbedingt gleichzeitig ablaufen. Die Lehrerin braucht deshalb die Gelassenheit zu warten, bis ein Kind bereit ist, den nächsten Schritt zu lernen. Es lohnt sich, denn die Kinder holen wieder auf, wenn sie für ein spezielles Teilziel länger brauchen. Wie bei Steiner fusst der Lehrplan auf den Entwicklungsstufen der Kinder; da sich Kinder aber unterschiedlich schnell entwickeln, fehlten sture Altersvorgaben. Von Steiner stammt zudem eine andere Weltanschauung. Die Privatschule Morgentau hat die Offenheit, diese Sicht der Dinge als eine Interpretation zu akzeptieren. Moderne Technik (Computer, Video, Internet) wird jedoch in den Unterricht integriert. Carl Rogers geht es um die personenzentrierte Art des Lernens. Dabei bietet der Lehrer Lernhilfen in verschiedensten Formen an und hilft den Lernenden, an ihrem eigenen Programm zu arbeiten. Der Schüler soll die Verantwortung für sein Lernen übernehmen und sich selbst einschätzen können. Wochenplanaufgaben und Rückschau am Ende des Quartals sind Beispiele, wie dies umgesetzt wird.

Die physiologisch-psychologischen Grundlagen


Neben dem personenzentrierten Lernen ist auch die themenzentrierte Interaktion von Ruth Cohn ein Bestandteil der Morgentau-Pädagogik: Es soll eine Balance hergestellt werden zwischen physischen, emotionalen, intellektuellen und spirituellen Bedürfnissen und Wünschen, zwischen Geben und Empfangen, Hören und Sprechen, Aktivität und Ruhe. Ein Ausdruck davon ist der Lerngruppenrat.
Selbstverständlich hilft das Wissen um die Lernbiologie von F. Vester erfolgreich zu lernen. Die Kinder sollen selbst erfahren und beachten, was für ein Lerntyp sie sind. Vernetztes Denken wird erreicht, in dem möglichst alle Sinne angesprochen und Querverbindungen gesucht werden. Beim Planen der Unterrichtsthemen achten die Lehrpersonen speziell darauf, dass eine Vernetzung der einzelnen Fächer erreicht wird. Die hormonelle Stimulation durch positive Gefühle spielt eine dominierende Rolle. Dem Lernklima in der Gruppe gilt die Aufmerksamkeit der Lehrpersonen: Alle sollen gerne in die Privatschule kommen.
Die Morgentau-Pädagogik wird den intellektuellen Ansprüchen von schnell lernenden Kindern gerecht, ohne dass ihre emotionale und soziale Entwicklung zu kurz kommt. Doch ist sie nicht nur geeignet für die Förderung von begabten Kindern. Sie wird auch jenen gerecht, die weniger schnell lernen als ihre Altersgenossen, oder die wegen Teilleistungsschwächen (z.B. Legasthenie) besondere Förderung benötigen.
Kernpunkt der Pädagogik ist der lernzielorientierte Unterricht. Das Kind lernt in seinem eigenen Tempo und geht dann weiter, wenn es das Ziel erreicht hat. Es wird gefördert, ohne über- oder unterfordert zu werden. Bevor das Kind weiter lernt, muss es den Stoff verstanden haben. Beim nächsten Lernschritt hat es so das Gefühl, er sei einfach. Dadurch stärkt sich sein Selbstwertgefühl, was nach wissenschaftlicher Erkenntnis für den Lernerfolg die grösste Bedeutung hat. Das wichtigste ist, das Kind glaubt an sein Können. Sobald es aber verstanden und geübt hat, geht es weiter. Die Übung darf für das Kind nicht zur langweiligen, einfachen Dauerrepetition verkommen.
© 2015 Privatschule Morgentau S. Stöckli Michael Stöckli